Psycho-Hygiene

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Eigentlich sollte Psycho-Hygiene genau so normal sein wie gesunde Ernährung und Sport. Warum eigentlich wird dem Körper mehr Bedeutung zugemessen als der Psyche? Und warum geht man in Zeiten, in denen niemand mehr ernsthaft die Bedeutung von Psychosomatik bestreiten würde, häufig noch so negativ an das Thema Persönlichkeitsentwicklung heran? Heutzutage sind Begriffe wie Burnout, Trauma und Depression regelmäßig auf den Titelseiten der großen Zeitschriften, eigentlich sollte also die allgemein verbreitete künstliche Trennung und unterschiedliche Wertung zwischen Körper und Psyche eigentlich als überholt gelten.

Viele Menschen aus Bevölkerungsschichten, die sich in der Vergangenheit so gut wie nie freiwillig in die Praxen von Psychologen, Therapeuten oder in ein Coaching begeben hätten, beginnen immer mehr aus eigenem Antrieb heraus, sich mit den Dingen zu beschäftigen, die sie früher eher als gegeben hingenommen hätten. Vieles wird in Frage gestellt, Beziehungen werden z.B. in Paarsitzungen verbessert, Blockaden, die einem beruflich im Wege stehen, näher angeschaut und verändert usw. … Mittlerweile kann man grob von drei Personengruppen sprechen, die sich ihr Leben und die eigene Persönlichkeit näher anschauen wollen. Die einen, die aus einer großen Not und einem intensiven Leidensdruck heraus kommen. Eine andere Gruppe, deren Leben ganz gut funktioniert und die nur in einem Bereich (z.B. Beziehungen oder häufiges Kranksein …) aushaltbare Schwierigkeiten haben, diese aber nicht mehr dauerhaft Ertragen wollen und Veränderungen anstreben. Die letzte Gruppe will noch mehr Lebensqualität, es soll Ihnen noch besser gehen und mit zunehmenden Alter wird dann meist auch die Sinnfrage essentieller.

Wie genau kann ich also meine Psycho-Hygiene fördern?

Etwas für sein Innenleben zu tun kann vieles sein. Für viele Menschen sind Theaterkurse, Tanz, Yoga, Meditation und Wellness anregende oder auch beruhigende Impulse. Falls es aber nicht mehr möglich, ist sich aufzuraffen, da es am inneren Antrieb fehlt oder die Entscheidung meist zu Gunsten von Fernsehen, übermäßiges Essen, regelmäßigen Konsum von Alkohol etc. und anderen Ersatzbefriedigungen ausfällt, braucht es etwas, womit die gesundheitsfördernden Kräfte wieder angeregt werden. Das kann z.B. eine kleine Jahresgruppe sein, in der regelmäßig über einen längeren Zeitraum Impulse gesetzt werden, um die eigenen, stärkenden Triebe wieder anzuregen. Manchmal sind auch einige Einzelsitzungen sinnvoll oder eine Abendgruppe

Diese psychohygienischen Anregungen lassen dich wieder agiler, lebensfroher und wagemutiger werden. Die sogenannte Komfortzone wird des öfteren wieder verlassen und die damit einhergehenden Impulse lassen dich wieder mehr fühlen (was meist zu einem Grad auch Psychosomatik vorbeugt), fördern deine Lebendigkeit und auf einmal sehen wir das Leben wieder positiver.

Das Urheberrecht aller Artikel liegt bei Karim Hashim, www.psychodrama-hamburg.de

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